Das vergangene Jahr war für Grammophon eine Zeit der Umbrüche und Aufbrüche. Und eine Zeit voller positiver Ausrufezeichen. Der empfindlichste Einschnitt war gewiss das Ende von Wiesenrock. Nach zehn schönen Festivaljahren rangen wir uns zur Entscheidung durch, einen Schlussstrich unter diese Geschichte zu setzen. Einfach war das keinesfalls. Doch der strapaziöse und deutlich gestiegene Gestaltungsanspruch und -aufwand der letzten Jahre, die Situation des schwierigen Tiroler Festivalmarkts sowie verschärfte Sicherheitsbedingungen ließen uns keine andere Wahl. Wiesenrock ist ausgeschult, und wir sind aus ihm herausgewachsen. Es ist Zeit, nach neuen Sternen und Ufern Ausschau zu halten. Mögen uns die Winde in eine gute Richtung wehen.

Es gab eine Fülle an Inhalten, ein breites Spektrum an Themen und Methoden und abermals neue, mitunter unbekannte Orte zu entdecken. 2017 war ein inhaltlicher Schwenk in die richtige Richtung. Im Vergleich zum vorherigen Jahr 2016 senkten wir die Veranstaltungsfrequenz deutlich und konzentrierten uns stattdessen auf einige wenige, aber umso ausgetüfteltere und unkonventionellere Projekte. Lest hier selbst, was sich alles zugetragen hat.