Bis zum 10. Jänner 2018 finden sich im öffentlichen Raum von Wattens fünf „Soundkisten“:

  • Gaisplatz (Wattenbach-Geländer gegenüber dm)
  • Swarovskistraße 10 (Gartenzaun vor den Böhmenhäusern)
  • Dr.-Karl-Stainer-Siedlung 7 (Gartenzaun Richtung Fußsteig)
  • Rettlsteinerweg 48a (Spielplatz beim U-Block)
  • Aussichtplattform im Himmelreich

Was will die Soundkiste?

Unser Musikkonsum befindet sich in stetem Wandel. Lochkarte, Schellack, Kassette, CD, Online-Streaming – seit dem späten 18. Jahrhundert wurde eine Vielzahl unterschiedlicher Abspielmedien erfunden. Der Zugang zu Musik wurde dabei immer einfacher. Daheim, im Auto, auf Bahnhöfen, im Gasthaus, im Fußballstadion – Musik ist heute immer und überall. Hören wir eigentlich noch hin?

Die Soundkiste lädt ein, die Welt des Unbewussten für einen kurzen Moment zu verlassen und in eine minimalistische Klangwelt einzutauchen. Das Gerät erklingt nur durch physisches Zutun, das Programm kann selbst gewählt werden. Zur Auswahl stehen vier Stücke. Eine analoge Jukebox im öffentlichen Raum.

Jeder Ort verfügt über eine charakteristische Geräuschkulisse, die als Teil der Musik verstanden werden kann. Sechs Umgebungen, unendlich viele Wahrnehmungen.

Einfachste Technik ist die Grundlage für diese Musikbox. Metallzungen werden durch einen gelochten Kartonstreifen zum Schwingen gebracht. Der Lochstreifen beinhaltet die musikalische Komposition: Melodie, Tonhöhe und Rhythmus. Die Abspielgeschwindigkeit bestimmt man über die Kurbelbewegung selbst. Klingt kompliziert, ist aber kinderleicht. Ausprobieren!

Konzipiert und konstruiert vom Wattener Musiker Philipp Ossanna in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Grammophon. Soundkiste und Kartonstreifen wurden im FabLab der Werkstätte Wattens produziert.